Essen statt kübeln: gute Gründe gegen Lebensmittelverschwendung

Sujet "Essen statt kübeln" © DIE UMWELTBERATUNG

In fünf neuen Clips auf www.wenigermist.at wird klar, welcher Aufwand in der Produktion von Lebensmitteln steckt und warum sie nicht im Mist landen sollten.

Wussten Sie, dass die Herstellung von 3 Bananen so viel Wasser verbraucht, wie 26 WC-Spülungen benötigen? Und dass dabei so viel CO2 entsteht wie bei 350 Handyladungen? Die Herstellung von Lebensmitteln ist aufwändig. Sie gut zu lagern und restlos zu verbrauchen, zahlt sich also mehrfach aus. Das zeigen die fünf neuen Clips auf www.wenigermist.at/essen-statt-kuebeln

In Österreich wirft jede Person jährlich durchschnittlich 26 kg Lebensmittel in den Restmüll. Für die Produktion dieser enormen Mengen wurden rund 88.000 Liter Wasser eingesetzt. Unter Betrachtung neben Restmüll auch weiterer – üblicher – Entsorgungswege wie der Biotonne, der Eigenkompostierung, dem Kanal oder der Tierverfütterung werden pro Person und Jahr laut WWF sogar mit 66,5 kg pro Person mehr als das Doppelte an vermeidbaren Lebensmitteln weggeworfen. Weltweit tragen die Lebensmittelabfälle zu 10% aller Treibhausgase (Quelle: WWF) bei.

Bei den vermeidbaren Lebensmittelabfällen handelt es sich aber nicht nur um braune Bananen, zu viel Essen am Teller oder Mehl mit Ungeziefer etc., sondern vielfach sogar um originalverpackte Lebensmitteln, von Käse, Joghurt oder auch um Hühnerbrust oder sonstige Fleischprodukte. Dabei ist es irrelevant, ob das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist oder nicht. Die weggeworfenen Lebensmittel spiegeln auch die jeweilige Jahreszeit wieder: So findet man nach Ostern Schokosterhasen und Co. im Restmüll, rund um Weihnachten und die Adventzeit Kekse, Nikoläuse, etc.

„Ein achtsamer Umgang mit Lebensmitteln spart nicht nur Geld, sondern ist gut für Umwelt und Klima und reduziert Tierleid“, betont Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Um diesen Grundsatz möglichst breit umzusetzen, setzen wir als Stadt Wien auf vielen Ebenen wichtige Schritte.“

Die Auswirkungen auf das Klima und unsere Ressourcen machen die Clips der Serie „Essen statt kübeln“ deutlich. Die Website wenigermist.at der Stadt Wien liefert dazu auch gleich viele leicht umsetzbare Tipps zum sorgsamen Umgang mit unserem Essen.

26. Mai 2022: Tag der Lebensmittelrettung

Der WWF-Report „Driven to Waste“ zeigt, dass etwa 40 Prozent der weltweit produzierten Nahrungsmittel nie gegessen, sondern weggeworfen werden und deshalb der Tag der Lebensmittelrettung heuer auf den 26. Mai fällt. Rein rechnerisch gehen also alle Lebensmittel, die weltweit vom 1. Jänner bis zum 26. Mai produziert wurden, entlang der Wertschöpfungskette verloren.

Essen statt kübeln: Was wir alle zur Lebensmittelrettung beitragen können

  • Gut geplant einkaufen: Der gute alte Einkaufszettel oder die in der Familie geteilte Shopping App laufen auf das gleiche hinaus. Es wird nur nach Plan genau das eingekauft, was auf der Liste steht. Geplantes Einkaufen spart Abfälle, Geld und Zeit.
  • Mindestens haltbar bis: Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist ein Richtwert, der angibt, bis wann ein Lebensmittel ungeöffnet und bei richtiger Lagerung mindestens haltbar ist. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums können Lebensmittel noch gegessen werden. Gerade Lebensmittel wie Sauerrahm, Schlagobers, Joghurt und trockene Lebensmittel wie Nudeln oder Reis können weit über das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) verwendet werden. Es empfiehlt sich jedoch vor dem Verzehr das Aussehen, den Geruch und den Geschmack genau zu prüfen. Man kann sich das MHD ähnlich einer Garantie auf Elektrogeräte vorstellen: Ist diese beispielsweise bei einem Kühlschrank abgelaufen, dann schmeißt man den Kühlschrank noch lange nicht weg.
  • Richtig lagern: Die richtige Lagerung im Kühlschrank, Tiefkühler oder im Regal hat großen Einfluss darauf, ob Lebensmittel länger frisch bleiben und ob man sie auch im richtigen Moment in appetitlichem Zustand wiederfindet.
  • Alles verwerten: Manchmal ist es gut, alles auf einmal zu essen, ein anderes Mal sind Reste für den nächsten Tag gefragt. Aus einzelnen Restezutaten ein köstliches Gericht zu zaubern, ist eine schöne, kreative Herausforderung.

Essen statt Kübeln

5 neue Clips der Stadt Wien zeigen, welche wertvollen Ressourcen mit Lebensmitteln weggeworfen werden und was das für das Klima bedeutet. Wertvolle Tipps zu richtiger Lagerung, verantwortungsvollem Einkaufen und dem restlosen Verarbeiten von Lebensmitteln sind auf www.wenigermist.at/essen-statt-kuebeln und facebook.com/wenigermist/ zu finden.

Die Initiative „Natürlich weniger Mist“ der Stadt Wien führt richtungweisende und beispielhafte Projekte und Aktivitäten im Bereich der Abfallvermeidung durch, die zur Schonung wertvoller Ressourcen oder zu einer nachhaltigen Lebens- und Verhaltensweise beitragen.

Quelle DIE UMWELTBERATUNG am 25. Mai 2022 um 07:30 Uhr


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