Erste Woche Parkpickerl: Maßnahmen zeigten Wirkung

LR Schleritzko: „Bei betroffenen Bus- und Bahnlinien verspüren wir einen Fahrgastanstieg von 5-10% - genau darauf haben wir uns gut vorbereitet“

Am 1. März trat in der Bundeshauptstadt Wien das flächendeckende Parkpickerl in Kraft. Somit wurden Bezirke wie beispielsweise Liesing oder Floridsdorf zur Kurzparkzone, die bislang von Pendlerinnen und Pendlern der gesamten Ost-Region als Zwischenhalt für ihr Auto am Weg zum Arbeitsplatz genutzten wurden. Die Ausweitung des Parkpickerls hatte demnach direkte Auswirkungen auf die Umlandgemeinden Wiens. Seitens des Landes hat man sich auf die Ausweitung gut vorbereitet. Und auch die Gemeinden setzten individuelle Maßnahmen um auf die geänderten Rahmenbedingungen zu reagieren.

Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko dazu: „Die erste Woche hat uns gezeigt, dass wir uns als Land Niederösterreich gut auf die veränderten Umstände vorbereitet haben. Unsere Maßnahmen zeigen Wirkung. Das sehen wir beispielsweise an der neu geschaffenen Buslinie von Korneuburg nach Floridsdorf, die schon jetzt sehr gut angenommen wird. In Summe sprechen wir von einem Anstieg an Öffi-Nutzern von fünf bis zehn Prozent – damit haben wir gerechnet und darauf haben wir uns gut vorbereitet.“

Mit dem Auto zum nächstgelegenen hochrangigen öffentlichen Verkehrsnetz und von dort aus mit den Öffis nach Wien zum Arbeitsplatz – für viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher war das bereits bis zum 1. März gelebte Praxis. Doch mit dem Parkpickerl mussten viele NÖ Pendlerinnen und Pendler ihr eigenes Mobilitätsverhalten neu denken. Für jene, die jetzt auf den öffentlichen Verkehr umsteigen, hat das Land Niederösterreich bis zum 1. März in Summe rund 2.000 neue Pkw-Stellplätze und 700 Zweiradstellplätze geschaffen. Insgesamt stehen mit März 2022 also rund 42.000 Pkw-Stellplätze zur Verfügung – alleine 32.000 davon im Wiener Umland.

Alle Blicke richteten sich somit am 1. März auf die P&R-Anlagen des Landes. Doch eine Überlastung konnte nicht festgestellt werden. Erhebungen des Landes in Zusammenarbeit mit der ÖBB zeigten eine Auslastung im Durchschnitt von 66 Prozent. „Wir haben gewusst wir müssen handeln – das haben wir auch bestmöglich getan und mit Provisorien und Ausbauten der P&R-Anlagen auf das Mehraufkommen reagiert. An der Auslastungsgrenze sind wir in keiner der Anlagen angelangt“, hält Schleritzko fest.

Um die Pendlerinnen und Pendler über Alternativen aufzuklären hat das Land Niederösterreich eine eigene Infowebseite sowie eine Beratungshotline des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) ins Leben gerufen. Enthalten sind beispielsweise Ticketinformationen des VOR, der VOR AnachB Rechner, bei dem jedem und jeder ein individueller Rechner der Wegstrecke angeboten wird sowie allgemeine Informationen über das Pendeln von und nach Wien.

„Mit 1.000 Aufrufen pro Tag und in Summe rund 17.000 aktiven Besuchern der Webseite können wir auch hier eine positive Bilanz ziehen. Wir wollen die Webseite in Zukunft stetig erweitern, um den Menschen auch in Zukunft zu zeigen welche Möglichkeiten es gibt, sein individuelles Mobilitätsverhalten klimafit und zukunftsorientiert zu gestalten“, so Schleritzko abschließend.

Quelle Amt der NÖ Landesregierung am 07. März 2022 um 13:53 Uhr


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